Xun-Zi

Xun-zi/Hsün-Tse/Hsün-Tzu (*etwa 298 v.U.Z.; †etwa 220 v.U.Z.) war ein chinesischer Philosoph in der Zeit der Streitenden Reiche. Er gehört dem klassischen Konfuzianismus an. Gleichzeitig ist „Xun Zi“ auch der Name seines Werkes, das in 32 Kapiteln in 20 Bänden zusammengefasst wurde. Während ältere Philosophen ihre Werke in Dialogform verfassten, sind die meisten Kapitel von „Xun Zi“ in Form eines Artikels, also ohne einen Dialogpartner, geschrieben.

Geboren wurde Xunzi als Sohn einer alten Familie aus Jìn in Zhao, dem heutige Kreis Handan in der Provinz Hebei Chinas. Die konfuzianistischen Lehren des Xun-zi hatten neben dem Daoismus und dem Buddhismus entscheidenden Einfluss auf die Regierung in der Han-Dynastie. So ist die Einführung eines festen Bücherkanons als Pflichtlektüre auf „Xun Zi“ zurückzuführen. Interessanterweise verhielt sich die Beliebtheit des Xun-zi stets konträr zu der des Meng-zi. So wurde nach der Han-Dynastie Menzius beliebter, während zum Ende des 19. Jahrhunderts wieder der Stern des Xun-zi durch seinen Rationalismus auf Kosten von Menzius stieg.


Zitate

"Ein Edler ist nachsichtig, aber nicht nachlässig, gerecht, aber nicht zu streng, beredt, aber nicht geschwätzig, scharfsinnig, aber nicht tadelsüchtig, aufrecht, aber nicht arrogant, unnachgiebig, aber nicht jähzornig, anpassungsfähig, aber nicht unterwürfig. Er ist ehrerbietig, behutsam und ruhig. Solch ein Mann ist von hoher Moral."

"Wer sich selber kennt, beklagt sich nicht über andere. Wer sein Schicksal kennt, beklagt sich nicht über den Himmel. Wer sich über andere beklagt, ist ratlos. Wer sich über den Himmel beklagt, ist willenlos. Wenn einer versagt, die Schuld jedoch auf andere schiebt, ist er nicht dumm?"


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