Das Tao der Selbstfindung
Dieses Buch läßt einem die inneren Widesprüche, die in der heute von den Werbe- und Konsummedien diktierten Zeit beim kritischen Zeitgenossen entstehen, deutlich vor Augen führen. Hier wird der Unsinn des Zeitgeistes, die Entfremdung von sich selbst durch Medienbeeinflussung vorgeführt. Auch wenn keine Lösungsmöglichkeiten angeboten werden -das wird auch die Absicht des Autors sein-, ergeben sie sich durch die Praxisnähe der Beispiele quasi von selbst. Wie ich es von Theo Fischer gewöhnt bin, ist er einer der wenigen, die in der Lage sind, eine fernöstliche Philosophie für westlich geprägte Leser tranparent zu machen. Es demonstriert die Perversion unseres vom heutigen Alltag geprägten Daseins, die daraus resultierenden Neurosen, die Entfremdung von der eigenen Natur. Wirklichen Bedürfnisse werden durch wirksam inszenierte Pseudobedürfnisse ersetzt. Dieses Buch ist so einfach und klar geschrieben, daß es ohne Gehirnakrobatik flüssig zu lesen ist, ohne dabei an Aussagekraft einzubüßen.
Eine Aufforderung an jeden, der es satt hat, sich fremdsteuern und fremdbestimmen zu lassen, aber dem noch der Mut dafür fehlt, aus seinem persönlichen Gefängnis auszubrechen. Die meisten sind sich dieser Tatsache durchaus bewußt, wenn sie ein wenig in sich hineinblicken. Dazu bedarf es nicht des Eintretens in einen Orden, sondern sein Wesen zu erkennen. Das Wesen des Tao selbst steht dabei nicht einmal im Mittelpunkt. Auch das ist ein angenehmer Aspekt, der der Praxisnähe entgegenkommt. Auf fast spielerische, gar natürliche Weise nähert man sich dem Tao, ohne sich dessen bewußt zu werden.
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